Über uns

Aus dem Wallis. Kein Verein.

Pierre Biege hat Natural Athletics gegründet. Mit dabei ist Pascal Schicker: Die beiden kennen sich seit der Jugend, haben jahrelang in derselben WG gewohnt, zusammen geklettert, Parkour gemacht und sind gelaufen. Wettkämpfe waren nie das Ziel.

Pierre Biege springt in Fontainebleau zwischen zwei Felsblöcken

Pierre in Fontainebleau.

Pierre Biege

Die Bewegung ist geblieben. Die Flucht nicht.

Ich war das Kind, das anders geredet hat. Mein Vater kam aus Deutschland, ich habe Hochdeutsch gesprochen, und das R konnte ich nicht rollen. Dafür wurde ich ausgelacht, und es gab ein paar, die mich verprügeln wollten. Also bin ich gerannt.

2006 kam Parkour dazu, ich war zwölf, dreizehn. Hier oben wusste kaum jemand, was das sein soll. Die ersten drei Jahre habe ich im Bergdorf trainiert, und durch den Sport habe ich mir ein bisschen meinen Respekt erkämpft.

2012 habe ich bei ParkourONE die Ausbildung zum TRUST Education Headcoach gemacht. Seither habe ich über tausend Menschen unterrichtet: Kindergartenkinder, Schulklassen, Vereine, Firmen. Am liebsten arbeite ich mit den Kleinen.

Als ich 18 war, bekam mein Vater die Diagnose Krebs, unheilbar. Er ging jeden Tag schwimmen und hat noch acht Jahre gelebt. Seine Haltung war einfach: «Ich lebe heute einfach so, als ob es mein letzter Tag wäre.» Diese Haltung habe ich von ihm.

Heute wohne ich mit Lea, meiner Frau, und unseren drei Töchtern in einem Tiny House in Albinen, dem Dorf, aus dem ich komme. Ich laufe Backyard-Ultras, am 17. Oktober 2026 für das Team Schweiz an der WM. Über 15 Jahre war ich angestellt, seit August 2026 bin ich selbständig.

2006Parkour, die ersten Jahre im Bergdorf
2012Ausbildung zum TRUST Education Headcoach bei ParkourONE
1000+Menschen unterrichtet
Pascal Schicker steht auf einem überhängenden Felsen über dem Tal

Pascal Schicker

Sicher und ernst genommen.

Pascal ist ausgebildeter Sozialpädagoge und Kletterinstruktor VSBK. Er hat langjährige Erfahrung im Klettern, Bouldern, Urban Climbing und Parkour und hat lange mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Er ist Vater von zwei Töchtern.

Bei den Movement Kids in Brig steht er am Mittwoch mit Pierre auf dem Platz. So lässt sich die Gruppe teilen, und für jedes Kind ist jemand da.

«Kinder brauchen einen Raum, in dem sie sich ausprobieren dürfen. Sicher und ernst genommen.»

Draussen, seit zwanzig Jahren.

Pierre mit der Kindergruppe im Kreis
Erstes Training, September 2026.
Pierre steigt aus einer Röhre
Pierre im Hindernislauf.
Pierre springt von einer Betonkante
Parkour seit 2006.
Klettern an einer alten Holzwand
Ein Stadel ist auch ein Klettergerät.
Pierre auf einem Grat
Zuhause in den Bergen.
Pierre klettert nass an einem Seil
Klettern, auch wenn es nass ist.
Alter Holzstadel
Albinen. Hier hat alles angefangen.

Wie wir arbeiten

Vier Regeln, die wir nie brechen.

01

Niemand muss.

Wir gehen nie über das hinaus, was ein Kind selbst wählt. Kein Kind muss springen.

02

Keine Rangliste.

Keine Zeitmessung, keine Positionen. Gemessen wird an der Aufgabe, nicht an den anderen.

03

Erst fallen, dann fliegen.

Jede Saison beginnt mit Abrollen und Landen. Erst am Boden, dann niedrig, dann höher.

04

Keine Therapie.

Wir stellen keine Diagnosen und ersetzen weder Psychomotorik noch Behandlung. Das sagen wir offen.

Woher das kommt

Stark sein, um nützlich zu sein.

Die Idee ist über hundert Jahre alt. Georges Hébert entwickelte Anfang des 20. Jahrhunderts die méthode naturelle: Menschen sollen sich so bewegen können, wie sie es im Ernstfall brauchen. Laufen, springen, klettern, balancieren, tragen. Aus seiner Methode ist später Parkour entstanden.

Heute arbeiten wir mit zehn Bewegungsformen: balancieren, klettern, springen, rollen, werfen, fangen, ziehen, stossen, laufen, fallen. Dazu kommen Ideen aus dem Athletic Skills Model und dem Natural Movement. Wir orientieren uns an den Standards von Jugend+Sport.

Das Ziel dahinter nennt die Forschung Physical Literacy: Kinder, die sich in ihrem Körper sicher fühlen und deshalb ein Leben lang in Bewegung bleiben.

Mehr über Hébert und die méthode naturelle

Wohin es geht

Eine Bewegungsschule fürs ganze Wallis.

Seit September 2026 trainieren die Movement-Klassen in Brig, seit dem 17. September in Leuk. In Visp startet eine Kinderklasse, sobald acht Kinder eingetragen sind. Dazu kommen Ferienkurse und Workshops für Schulen, Vereine und Firmen.

Das Ziel ist ein Netz von Klassen für jedes Alter, von sechs bis weit über sechzig, dazu Feriencamps und Elternabende.

Komm einfach mal vorbei.

Das Probetraining ist gratis, wenn dein Kind danach einsteigt. Sonst kostet es pauschal 20.–.

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