Natural Athletics · Parkour erklärt

Was ist Parkour
für Kinder?

Kurz: die Kunst, ein Hindernis zu überwinden, ohne Umweg und ohne Hilfsmittel. Für Kinder heisst das vor allem: klettern, springen, balancieren, sicher landen.

Kind hängt zwischen zwei Geländerstangen

Wer Parkour googelt, landet bei Videos von Erwachsenen, die über Dächer springen. Das ist ungefähr so repräsentativ, wie wenn man Skifahren anhand der Lauberhornabfahrt beurteilt. Kinderparkour sieht völlig anders aus — und ist näher am Spielplatz als am Extremsport.

Woher es kommt

Der Ursprung liegt bei der méthode naturelle des französischen Marineoffiziers Georges Hébert, der um 1900 zehn natürliche Fähigkeiten definierte: gehen, laufen, springen, klettern, balancieren, heben, werfen, tragen, schwimmen, sich verteidigen. Aus dieser Methode ist in den 1980er-Jahren in Frankreich Parkour entstanden.

Der Leitsatz ist bis heute derselbe geblieben: être fort pour être utile — stark sein, um nützlich zu sein. Es geht nicht darum, gut auszusehen, sondern darum, dass der Körper kann, was gebraucht wird.

Zwei Kinder rennen eine Strasse hinunter
Ein Mast ist ein Mast. Bis ein Kind ihn sieht.

Was ein Kind dabei tatsächlich macht

In der Kinderklasse: über niedrige Mauern steigen, auf Kanten balancieren, unter Stangen durch, von kleinen Höhen abspringen und weich landen, sich an Geländern hochziehen, abrollen. Alles beginnt am Boden und wird erst höher, wenn die Bewegung sitzt.

Was dabei nicht passiert: Es gibt keine Sprünge über Abgründe, keine Dächer, keine Salti auf Beton. Wir trainieren in Brig und rund um den Schulhausplatz, auf Höhen, die dem Alter entsprechen.

Warum es Kindern liegt

Weil es dem entspricht, was sie ohnehin tun. Kein Kind muss zum Klettern überredet werden. Parkour gibt diesem Bedürfnis nur eine Struktur, eine Technik und einen Ort, an dem es erlaubt ist — statt dass es an jeder Mauer ein «steig da runter» gibt.

Am schnellsten versteht man es beim Zuschauen. Die erste Stunde ist gratis.

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Häufige Fragen

Ab welchem Alter?

Ab 6 Jahren in der Kinderklasse bis 12, ab 10 Jahren zusätzlich die Jugendklasse bis 20 Jahre.

Braucht mein Kind Vorkenntnisse?

Nein. Der Aufbau beginnt bei allen bei den Grundlagen: balancieren, abrollen, sicher landen.

Ist das dasselbe wie Freerunning?

Verwandt, aber nicht dasselbe. Freerunning betont akrobatische Elemente wie Salti, Parkour die effiziente Fortbewegung. Wir arbeiten nach Parkour, nicht nach Freerunning.

Was braucht mein Kind für Ausrüstung?

Kleidung, die dreckig werden darf, Turnschuhe für draussen und eine Trinkflasche. Sonst nichts.

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